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Finger weg von Acquisition, Inquisitor und NewsFire!

von M. Steiger | 08. Januar 2008

Böse Überraschung für Benutzer von «Inquisitor», einem Hack von Mac-Entwickler David Watanabe, der den Safari-Browser von Apple um einige nützliche Suchfunktionen erweitert …

… die Suchergebnisse von «Inquisitor» werden manipuliert, so dass in den Ergebnissen bevorzugt die Onlineshops von Amazon, Apple und allenfalls noch weiteren Anbietern erscheinen – kauft ein Benutzer aufgrund einer «Inquisitor»-Suche zum Beispiel bei Amazon ein, erhält Watanabe über das entsprechende Partnerprogramm als «Affiliate» eine Umsatzbeteiligung. Leider hat Watanabe «versäumt», dieses Verhalten transparent zu kommunizieren. Im Gegenteil, «Inquisitor» stellt die entsprechenden Internet-Adressen (URLs) so dar, dass sie als gewöhnliche Weblinks zu Amazon, usw. erscheinen … :roll:

Fazit 1: Finger weg von «Inquisitor», es sei denn, man mag Adware!

Fazit 2: Wann endlich gönnt Apple Safari einen Erweiterungskosmos im Stil von Mozilla Firefox? Für Mozilla Firefox sind nicht nur echte Erweiterungen anstelle von kruden Hacks möglich, sondern sie sind üblicherweise auch frei und kostenlos erhältlich… :)

Fazit 3: Wieso auch noch Finger weg von «Acquisition», «NewsFire» und «Xtorrent»??

«Xtorrent» ist ein BitTorrent-Programm, das ebenfalls von Watanabe stammt. Nach den Erfahrungen mit «Inquisitor» muss man für «Xtorrent» das Schlimmste befürchten. Hinzu kommt noch, dass «Xtorrent» anscheinend weitgehend auf dem freien BitTorrent-Programm «Transmission» basiert – da nutzt man besser gleich das Original!

Ähnliches gilt für «Acquisition» und «NewsFire» – beide Programme stammen ebenfalls von Watanabe … :roll:

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16 Kommentare

  1. http://www.recompiled.org/internet/inquisitor-puts-affiliate-links-at-top-of-search-results:

    Dave’s always been one of those smart asshole types who makes really shiny software applications. Xtorrent, for example, is the open source Transmission client wrapped in a shiny user interface. Inquisition was slick as well. But, I can live without it. And, judging by the comments on TUAW, I’m not alone.

    Das bringt es auf den Punkt! Dave ist ein luscher Typ, von dem man sich fernhalten sollte!

  2. also ich lass inquisitor auf meinem mac drauf. kann die ganze aufregung nicht verstehen. es ist, wenn überhaut, nur der erste link. den muss man nicht klicken. also warum so ein nettes tool gleich verteufeln und bannen?

  3. also ich lass inquisitor auf meinem mac drauf. kann die ganze aufregung nicht verstehen. es ist, wenn überhaut, nur der erste link. den muss man nicht klicken. also warum so ein nettes tool gleich verteufeln und bannen?

    … weil Adware nicht «nett» ist. Ich lehne Adware ab – wer Adware mag, Du beispielsweise, soll sich dafür entscheiden können, alle anderen dagegen, entsprechend muss über Programme, die als Adware funktionieren, transparent informiert werden – auf der Programm-Website, bei der Programminstallation, beim Programmstart. Ansonsten wird aus Adware Spyware, so wie im Fall von «Inquisitor».

    Hinzu kommt noch, dass es sich hier nicht um den ersten unerfreulichen Zwischenfall mit David Watanabe handelt. Wer seine Software verwendet, muss das selbst verantworten. Ich jedenfalls sehe keinen Grund, einen unseriösen Mac-Entwickler wie David Watanabe zu unterstützen.

    wo is das problem ?

    http://de.wikipedia.org/wiki/S….._marketing

    Das Problem liegt in der fehlenden Transparenz … Adware ohne Transparenz ist Spyware.

  4. Pingback: Blogpotato » Blog Archive Who the fuck ist Kader Loth? »

  5. @Anonymus: Ich bin über die erwähnten Verharmlosungen auch nicht glücklich. Aber wer Adware und Spyware mag, sollte sie verwenden … wichtig ist aus meiner Sicht, dass man als Benutzer transparent informiert wird, denn nur so kann man sich für oder gegen Adware/Spyware entscheiden.

    Generell möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, dass TINSTAFFL immer und überall gilt (TINSTAFFL = There’s No Such Thing As A Free Lunch). Man bezahlt immer in der einen oder anderen Weise – bei Freeware, die nicht als freie Open Source-Software veröffentlicht wird, häufig über Adware- und Spyware-Funktionen.

  6. Auf der Website von «Inquisitor» wird nun über die Adware-Funktionalität informiert. Wer genau hinsieht, entdeckt folgenden Text …

    Search results may be supplemented by Amazon.com and Apple Store links.

    … mit Betonung auf «genau hinsehen»! :roll:

  7. Pingback: RANDPOP | Safari140 - Direkt aus Safari heraus twittern

  8. Über eine kleine Änderung in com.apple.Safari.plist kann man die Affiliate Links problemlos deaktivieren. Wer weiß, wie man plist-Dateien bearbeitet, findet selbst raus, wie es geht – alle anderen sollten die Finger davon lassen ;-)

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